Bergwanderungen mit Hüttenübernachtungen,

Bergwanderungen mit Hüttenübernachtungen, ja oder nein?
Das wird sich bestimmt jeder dieses Jahr fragen. Das dieses Jahr mit der herrschenden Pandemie einiges verändert hat, das sollte eigentlich jedem bewusst sein.
So geht das natürlich auch an den Berghütten nicht vorbei. Auch hier kommen sowohl auf den jeweiligen Besucher als auch auf den Hüttenwirt einschließlich seines Personales Umstellungen und Besonderheiten zu, die es aber überhaupt möglich machen, dass eben unsere geliebten Berghütten sich für uns öffnen können.
Um hier Licht ins Dunkle zu bringen, kurz eine Zusammenfassung der derzeitigen Auflagen und Bestimmungen (Stand 28.05.2020).
Während Deutschland und Österreich sich in der Hinsicht weitgehend miteinander abgestimmt haben, handhaben die Hütten in der Schweiz und Italien es zum Teil anders – später mehr dazu.

• Zimmer reservieren: Es gilt eine uneingeschränkte Reservierungspflicht! Ohne vorherige Anmeldung gibt es keinen Schlafplatz.
• Reservierung bestätigen lassen: die Übernachtungskapazitäten auf den Hütten sind deutlich eingeschränkt. Es kann sein, dass auch Reservierungen, die vor einiger Zeit von der Hütte bestätigt wurden, so nicht mehr aufrecht erhalten werden können.
Diese Regeln gelten für alle Berghütten alpenweit. Der zweite Punkt ist insofern wichtig, da es auch bei bestehenden im Vorfeld bestätigten Reservierungen dazu kommen kann, dass diese Reservierungen aufgehoben werden könnten. Das ist dem aufgrund der gesetzlichen Pandemievorlagen reduziertem Platzangebot (Schlafplätze) auf den Hütten geschuldet.

Rucksack packen: Neben einem Mund-Nasen-Schutz werden die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen wärmenden Schlafsack (keinen Hüttenschlafsack) sowie ein eigenes Kissen und ein eigenes Laken mitnehmen müssen. Details dazu sind vorab mit den Hüttenwirtsleuten abzustimmen.
Ganz wichtig: da es nicht möglich ist, jeden Tag alle Decken etc. zu waschen, muss jeder Besucher faktisch sein eigenes „Bettzeug“ mitbringen, um hier sich und auch andere weitere Besucher zu schützen.

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• Abläufe beachten: Jede alpine Unterkunft hat andere bauliche Voraussetzungen
und muss die Vorgaben der Behörden anders umsetzen. Allen gemein ist: Gäste
werden an der Hütte in Empfang genommen und dort über die Laufwege, Zeitpläne
und Vorsichtsmaßnahmen aufgeklärt.
• Abstand halten: In einem Raum dürfen maximal zwei Hausstände übernachten – unabhängig davon, ob es sich um ein Lager oder ein Zimmer handelt. Für die Nutzung der öffentlichen Waschräume wird es vorgegebene Zeiten pro Raumbelegung geben. Eine ähnliche Prozedur kann es je nach Hütte beim Frühstück und Abendessen geben.

Das zusammen ist schon jede Menge, wobei Mund- sowie Nasenschutz und eventuell weiteres Desinfektionsmittel noch dazu kommen können. Das erfordert von dem Bergwanderer nicht nur mehr Gepäck und Ausrüstung je nach dem, sondern – und das ist der wichtige nächste Punkt – ein gewisses Maß an Flexibilität.
So kann es sein, dass bei einer geplanten Wanderung mittendrin eine Hütte gar nicht auf hat, da die hüttenbesitzende Sektion sich entschlossen hat, diese gar nicht erst zu öffnen.
Denn nicht nur die Auflagen für alle Beteiligten sind wichtig, dahinter stehen natürlich auch der Aspekt der Wirtschaftlichkeit für Hüttenpächter als auch Besitzer (Sektion).

Während über „Italien“ noch nichts Genaues beschlossen wurde, entscheiden in der Schweiz die einzelnen Sektionen über die Vorgehensweise in „Ihren“ Hütten.
 Auch hier heißt es unbedingt nachfragen uns reservieren. Dabei direkt sich nach den Bestimmungen/Bedingungen erkundigen.
 Fest steht, dass auch hier generell zumindest ein Bezug für das Kopfkissen mitgenommen werden muss.
Abschließend sollte jeder bitte daran denken, dieses Jahr von der Durchführung von irgendwelchen (ich nenne es mal ) Extremtouren abzusehen. Lieber ein Stück unterhalb des eigenen Levels agieren, um hier ebenfalls eine mögliche Belastung bis hin zur Gefährdung anderer (Bergrettung etc.) aus dem Wege zu gehen.

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