Frühlingsfest am Vereinsheim

Am 25.04.2020, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr findet an unserem
Sektionsheim ein Frühlingsfest unserer Sektion statt.
Bei Kaffee und Kuchen sowie Köstlichkeiten vom Grill,
gibt es für Kinder Kletterspaß an unserer Außenkletterwand und
für die Erwachsenen die Möglichkeit vieler Gespräche unter Gleichgesinnten.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit der Besichtigung unseres Vereinsheims und die Beratung zu unserem Angebot 2020.
Wir freuen uns auf einen gemütlichen Tag im Rahmen des
Familienfest mit vielen Interessierten

Mitgliedsausweise

Im Februar werden die Mitgliedsausweise 2021 seitens des Hauptverbandes versandt. 

Sollten diese unter Umständen bei Ihnen nicht ankommen, mag es an mehreren Gründen liegen. 

  • Sie sind seit dem 01.11.2020 umgezogen und haben die Adressenänderung nicht mitgeteilt.
  • Sie sind Barzahler und haben bisher den fälligen Jahresbeitrag noch nicht überwiesen.
  • Ihr Konto hat sich geändert, so dass der Jahresbeitrag nicht eingezogen werden konnte.

In all diesen Fällen helfen wir gerne weiter!
Eine Mail an Geschaeftsstelle@dav-gm.de und wir nehmen Kontakt auf und versuchen schnellstmöglich eine Lösung zu finden. 

Das gilt auch für diejenigen, die sich unter Umständen aus unbekannten Gründen,
mit dem Gedanken tragen könnten, dem Einzug des Jahresbeitrages zu widersprechen. 

Auch dem Fall bitten nehmen Sie vorher Rücksprache mit uns auf,
den durch den Widerspruch wird das Sektionskonto und damit faktisch die Allgemeinheit mit belastet. 

Dankeschön

Vorwort

Ein wunderschönes gutes Jahr 2021 verbunden mit Dank für Ihre Treue wünschen Ihnen die Verantwortlichen der Sektion Gummersbach. 

Mit viel Zuversicht wollen wir gemeinsam auf das kommende Jahr schauen. Auch wenn der Anfang zunächst äußerst „holperig“ erscheint, ist die Zuversicht da. 

So halten Sie ja alle das neue Bergisch in den Händen, ein Bergisch voller Planungen und Vorfreude auf gemeinsame Unternehmungen und mehr. 

Diese Planungen werden zudem auch durch Neuigkeiten (hier schon mal der Hinweis auf die Unternehmungen der Familiegruppe – siehe Homepage) sicherlich noch ständig erweitert werden. 

Herzlich einladen möchte ich einen jeden von Ihnen auch zur Mitgliederversammlung. Ein großer Saal ist angemietet, so dass wir da auch nicht nur den unter Umständen noch notwendigen Bestimmungen, sondern auch dem Wohl unserer Mitglieder gerecht werden können. Neuwahlen sowie die umfangreiche Satzungsänderungen sind mit ein Grund daran teilzunehmen. 

Wir Verantwortlichen würden uns freuen. 

Genauso wie wir uns freuen, wenn regen Gebrauch von Kursen und angebotenen Unternehmungen gemacht wird. Keine Sorge  – sollte entgegen der ausgesprochenen Zuversicht – das eine oder andere ausfallen müssen, kein Teilnehmer wird dann selbstverständlich mit irgendwelchen Kosten belastet. 

Aber wir – die Verantwortlichen wollen gar nicht so weit denken, sondern freuen uns lieber darauf, uns wieder mit Euch zu treffen und gemeinsames zu erleben. 

In diesem Sinne auf bald 

Manfred Blanke 1. Vorsitzender 

Buddy Beacon

Möglichkeiten und Grenzen

Wer gerne alleine in den Bergen unterwegs ist, der macht sich auch Gedanken zum Thema „Was wäre wenn“. Was wäre wenn etwas passiert und man selbst keine Hilfe mehr rufen kann? Was wäre, wenn jemand zu Hause sehen möchte wo man gerade unterwegs ist? Genau dafür gibt es den Buddy Beacon. Die Bezeichnung ist Englisch und bedeutet „Freund“ und „Leuchtfeuer“. Der Buddy Beacon ermöglicht also, dass man für seine Freunde ein digitales Leuchtfeuer anzündet, damit diese sehen wo man gerade ist.

Wie funktioniert es?

Auf der App (und nur auf der App) kann der Buddy Beacon aktiviert werden. Dies geht über die drei schwarzen Punkte im orangen Kreis am rechten unteren Eck der Kartenansicht. Damit wird das Auswahlmenü sichtbar und der Buddy Beacon kann ausgewählt werden:

Wird hier der Buddy Beacon ausgewählt öffnet sich das Einstellungsmenü. Hier kann ausgewählt werden, wie der eigene Tourenverlauf sichtbar gemacht wird und vor allem wer sehen soll, wo ich mich gerade befinden bzw. wo ich unterwegs war:

Somit kann jede(r) individuell einstellen, was sichtbar gemacht werden soll.

Empfängerseite

Wie seht es nun auf der Empfängerseite aus? Dort kann auf der Kartenansicht unter Layer (dort wo man die unterschiedlichen Karten auswählt) ganz unten der Layer „Buddy Beacon“ aktiviert werden. So wird sichtbar wo sich der Freund mit aktiven Beacon gerade befindet:

Grenzen des Systems

Die Übertragung der Daten funktioniert nur wenn es einen mobilen Internet-Empfang gibt. Darauf gilt es in den Bergen zu achten. Können die Daten nicht übertragen werden, erfolgt eine Speicherung direkt am Handy und sobald wieder ein Datenempfang vorhanden sind, werden die Daten übertragen.

Buddy Beacon kann übrigens auch verwendet werden, wenn man sich unterwegs treffen möchte. Zwei Freunde können sich zeitlich bewegen und sehen wo der andere schon ist. Das mühsame Updaten fällt weg, dafür kann man sich direkt zum Kollegen navigieren lassen.

Bedrohte Alpen

Die Alpenvereine aus Deutschland (DAV), Österreich (ÖAV) und Südtirol (AVS) schließen ihre gemeinsame Kampagne „Unsere Alpen“ mit einem positiven Resümee ab. Millionen Menschen wurden erreicht, das Image der Vereine als Mitgestalter der alpinen Zukunft wurde gestärkt. Die Kernbotschaft der Kampagne lautete: „Die Alpen sind schön. Noch. Es lohnt sich, dafür zu kämpfen.“ Nun ist die Kampagne beendet, der Einsatz für die Bewahrung der Alpen aber geht weiter.

Vor genau zwei Jahren, am 4. Dezember 2018, haben die drei Alpenvereine DAV, ÖAV und AVS das Gemeinschaftsprojekt „Unsere Alpen“ lanciert: Drei zeitgleich stattfindende Pressekonferenzen in Bozen, Innsbruck und München bildeten den Auftakt für die erste internationale Sensibilisierungskampagne im Naturschutzbereich der Alpenvereine. Unter dem Slogan „Unsere Alpen – einfach schön!“ sollte fortan ein breites Publikum über die Ländergrenzen hinweg für die Bewahrung unerschlossener Gebirgsräume gewonnen werden. Und das hat auch geklappt, wie allein schon der Blick auf die sozialen Medien Facebook, Instagram und Twitter zeigt: So wurden im Jahr 2020 rund 3 Millionen Menschen über die diversen Social-Media-Kanäle der drei Alpenvereine erreicht, nochmals mehr als im Jahr zuvor (Gesamtreichweite 2019: 2,5 Millionen). Und der Hashtag #unserealpen wurde seit Beginn der Kampagne über 20.000 Mal in Instagram gepostet. Wie die Zugriffszahlen auf die sozialen Netzwerke außerdem belegen, konnte die Aufmerksamkeit für die Kampagnenbotschaft über die gesamte zweijährige Laufzeit des Projektes aufrechterhalten werden. Mit derselben Kontinuität wurden „unsere Alpen“ auch über die zentrale Website unsere-alpen.org an eine breite Öffentlichkeit rund um die zwei Millionen Alpenvereinsmitglieder vermittelt.

Ein europäisches Gebirge braucht europäische Akteure

Äußerst positiv bewerten die Alpenvereine in ihrer Bilanz die Internationalität des Projektes: Erstmals haben die Abteilungen Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit aller drei Vereine an einer gemeinsamen Kampagne gearbeitet – und dadurch deren Wirkkraft erheblich gesteigert, wie Josef Klenner, Präsident des DAV, feststellt: „Die Kampagne hat bewiesen, dass wir unsere Kräfte bündeln müssen, wenn wir etwas erreichen wollen. Die Alpen sind ein europäisches Gebirge, deshalb müssen wir auch international handeln.“ Einen weiteren positiven Effekt der Kampagne macht der Präsident des ÖAV, Andreas Ermacora, am Imagewandel der Alpenvereine fest: „Mit der Kampagne haben wir der Öffentlichkeit gezeigt, dass wir die Zukunft der Alpen mitgestalten wollen.“

Stimmungswandel in der Öffentlichkeit

Riedberger Horn, Skiverbindung St. Anton-Kappl usw. – Projekte der letzten Jahre, die zuvor durchgewinkt worden wären, lassen sich nicht mehr einfach so umsetzen. Die Gerichte und die Politik entscheiden vor dem Hintergrund eines massiven Stimmungswandels in der Öffentlichkeit inzwischen anders als früher. An diesem Stimmungswandel haben auch die Alpenvereine ihren Anteil, nicht zuletzt durch die Kampagne #unserealpen. Dabei sieht die Öffentlichkeit den Verzicht auf weitere Erschließungsprojekte nicht mehr in erster Linie als wirtschaftlichen Standortnachteil, sondern als Investition in die Zukunft. AVS-Präsident Georg Simeoni ist überzeugt: „Ob Verkehr, Wasserkraft oder Skigebietsausbau – mit der Kampagne haben wir die großen Themen des alpinen Naturschutzes aufgegriffen und dabei auch große Erfolge verbuchen können.“

 

Erschließungsprojekt im Kampagnenzeitraum 2018-2020 Aktueller Stand 2020
St. Anton-Kappl

(Zusammenschluss Skigebiete)

Die Skigebietsverbindung wurde im November 2018 durch das Bundesverwaltungsgericht in Wien gestoppt.
Riedberger Horn

(Zusammenschluss Skigebiete)

Der Alpenplan wurde gerettet. Das bayerische Kabinett hat im Mai 2019 nicht nur beschlossen, die Änderungen des Alpenplans am Riedberger Horn zurückzunehmen. Darüber hinaus werden in der Region auch zusätzliche Flächen dauerhaft als höchste Schutzzone C deklariert.
Pitztal-Ötztal

(Zusammenschluss Skigebiete)

Auf Antrag der Skigebietsbetreiber wurde die für 22. bis 24. Januar 2020 vorgesehene Verhandlung von der UVP-Behörde abgesagt. Die Alpenvereine gehen davon aus, dass die angesprochenen weiteren Erhebungen vor Ort zeigen werden, dass aufgrund des fortschreitenden Gletscherrückgangs derartige Projekte nicht zukunftsfähig sind.
Langtaufers-Kaunertal

(Zusammenschluss Skigebiete)

In der Sitzung der Südtiroler Landesregierung vom 15.04.2020 wurde die geplante Skiverbindung Langtaufers-Kaunertal abgelehnt. Die Oberländer Gletscherbahn AG hat Berufung beim Verwaltungsgericht Bozen eingelegt.
Sellrain-Silz/Kühtai

(Ausbau Wasserkraftwerk)

Finale Genehmigung und Baubeginn im Herbst 2020.
Sexten-Sillian

(Zusammenschluss Skigebiete)

Die Südtiroler Landesregierung hat die Verbindung unter der Bedingung gutgeheißen, dass die Genehmigung auf österreichischer Seite erfolgt.
Hochoetz-Kühtai

(Zusammenschluss Skigebiete)

Aktuell noch auf der Kippe und in Diskussion.
Grünten

(Sommernutzung Skigebiet)

Das Projekt der Ganzjahresnutzung des Skigebiets wird momentan verhandelt. Der DAV begleitet die Planungen kritisch.

Österreichische Alpinunfallstatistik

Österreichische Alpinunfallstatistik für den Sommer 2020: 

30 Prozent mehr alpine Unfälle – mehr Einheimische benötigten Rettung 

2.527 verletzte Bergsportler und 122 Alpintote – so die Bergsommerbilanz der Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Im Vergleich zum Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre haben Alpinunfälle damit um mehr als 30 Prozent zugenommen. Insgesamt verunfallten mehr Männer als Frauen.

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit hat die Alpinunfallstatistik für den Sommer 2020 veröffentlicht: Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September 2020 wurden von der österreichischen Alpinpolizei insgesamt 3.204 Unfälle aufgenommen, was einer Zunahme um rund ein Drittel entspricht. Besonders viele Unfälle mit tödlichem Ausgang ereigneten sich dabei zwischen Juli und September (90 Personen und damit 74 Prozent der tödlichen Unfälle).

Besonders viele österreichische Verunfallte 

51 Prozent der im Sommer 2020 Verunfallten waren österreichische Staatsbürger. Verglichen mit dem Durchschnittswert der zurückliegenden zehn Jahre bedeutet das eine Zunahme um fünf Prozent. 37 Prozent der Verunfallten hatten die deutsche Staatsbürgerschaft. Bei den tödlich verunfallten Personen stammten 55 Prozent aus Österreich und etwa ein Drittel aus Deutschland.

Blockiert, aber unverletzt

Neben den Verletzten und Toten barg die österreichische Alpinpolizei auch 1.213 unverletzte Personen. Diese befanden sich meist in Situationen, in denen sie blockiert war. Etwa ein Drittel aller Rettungen begründen sich also darin, dass individuelle physische oder psychische Leistungsgrenzen erreicht wurden und der alpine Notruf abgesetzt wurde. „Die Zahlen belegen, dass es vielerorts an Knowhow und Können mangelt“, bewertet das Kuratorium diesen Teil der Statistik.

Weitere Unfallzahlen im Detail 

  • Die Verunfallten waren mehrheitlich Männer (60 Prozent gegenüber 40 Prozent Frauen)
  • Die Hälfte der Verunfallten waren Wanderer – dabei waren Sturz, Stolpern oder Ausrutschen mit 75 Prozent die Hauptunfallursache
  • 27 Prozent mehr Personen wurden unverletzt aus einem Klettersteig geborgen – Hauptgrund, den Notruf anzusetzen, war zumeist Erschöpfung
  • Wie auch in den Vorjahren stieg die Zahl der beim Mountainbiken Verunfallten erneut an, was auf die weiter wachsende Zahl von Mountainbikern zurückgeführt wird.

Über die österreichische Alpinstatistik

Die vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit geführte Alpinunfallstatistik basiert auf der von der österreichischen Alpinpolizei geführten Alpinunfalldatenbank. Bezüglich ihres Umfangs und ihrer Qualität ist sie wohl einzigartig im Alpenraum. Mehr zur aktuellen Statistik auf der Website vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit.

So schmecken die Berge – auch daheim!

Hüttenrezepte zum Nachkochen

Jeder kennt es: nach einer langen Bergtour oder einem Skitag auf einer Hütte einzukehren, ist immer ein Erlebnis. Abgerundet wird der Tag mit einem super Hüttenessen, das in der Höhe immer besser schmeckt als zu Hause.

Wer davon einfach nicht genug bekommt, kann sich unser neues Mini-Rezeptbuch der Initiative „So schmecken die Berge“ herunterladen und so zu Hause das “Hüttenfeeling” selber nachkochen.

https://www.alpenverein.de/huetten-wege-touren/so-schmecken-die-berge-auch-daheim_aid_32376.html

Von der Bergkräuterlimo bis zur Gulaschsuppe

Hier findet jeder etwas, egal ob man auf Suppen, Herzhaftes oder süße Speisen steht. Von der Bergkräuterlimo über Schlipfkrapfen bis hin zu Moosbeernocken und Mohnkuchen ist alles zu finden. Die Zubereitung der leckeren Kreationen, mit Zutaten ausschließlich aus der Region, wird hier einfach beschrieben und die Zutatenangaben der Rezepte sind auf kleine Mengen heruntergebrochen.

Ein Muss für alle Hüttenliebhaberinnen und -liebhaber.

Lasst es euch schmecken!

Touren Familiengruppe

Liebe Familien, liebe Bergfreunde….

auch in diesem Jahr möchte ich Euch ganz herzlich zu den Angeboten  der Familiengruppe in der Sektion Gummersbach einladen. Aus uns allen nur zu bekannten Gründen musste ich letztes Jahr fast alle Wanderungen absagen. Ich hoffe, dass in diesem Jahr anders wird.

Wie Ihr seht, habe ich versucht, über das ganze Jahr ein attraktives Angebot für Euch zu erstellen.  Wie in vergangenen Jahren habe ich außer der monatlichen Wanderungen zwei mehrtägigen Wanderungen geplant.

Die erste wird in Sommerferien (Juli) in Alpen im Lechtal stattfinden. Die Einzelheiten könnt Ihr aus der Ausschreibung auf der Homepage entnehmen. 

Die zweite mehrtägige Wanderung plane ich in der ersten Woche der Herbstferien NRW im Spessart. Die genauere Informationen werde ich Euch dazu hier bald mitteilen.

Ebenfalls im Juli habe ich zweitägige Wanderung im Sauerland geplant mit einem Biwak unter den Sternen (hoffentlich 😊). Ich hoffe, dass für alle und jeden etwas dabei ist.

Unsere Wanderungen sind für eigentlich jeden. Nimmt doch Euren Omas, Opas, Tanten, Onkels, Bekannten, Freunde und seid mit mir gemeinsam unterwegs. Wie ich bereits in Bergisch geschrieben habe – wenn Ihr auch eigene Ideen habt, teilt Ihr sie mir mit– wir werden diese gemeinsam gerne umsetzen. Ich warte auf Eure Vorschläge!

Unten findet Ihr die Planung für dieses Jahr mit einer kurze Beschreibung was uns hoffentlich gemeinsam erwartet. Die Einzelheiten zu jede Wanderung (Treffpunkt, -zeit, etc.) werde ich separat ca. 4 Wochen vor der Wanderung mitteilen. 

Wer in der E-mail Verteiler aufgenommen werden möchte, bitte um Info unter:

familie@dav-gm.de

Ich freue mich auf Euch!

Mitgliederversammlung 2021

Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung
am Freitag, 16.04.2021, 19.00 Uhr

in der Aggerhalle, Zur Aggerhalle in Gummersbach-Dieringhausen

TOP 1 Begrüßung, Totengedenken und Ehrungen
TOP 2 Wahl von zwei Mitgliedern zwecks Unterzeichnung der Niederschrift
TOP 3 Tätigkeitsberichte von Vorstand und Beirat
TOP 4 Haushalt 2019
TOP 5 Entlastungsantrag / Abstimmung
TOP 6 Haushalt 2020
TOP 7 Entlastungsantrag / Abstimmung
TOP 8 Haushaltsvoranschlag 2022
TOP 9 Wahlen zu Vorstand und Beirat
TOP 10 Wahl der Rechnungsprüfer/-innen
TOP 11 Satzungsänderungen (siehe Seite 67)
TOP 12 Info DAV Hauptverband (Beschlüsse etc.)
TOP 13 Sonstiges

Arbeitseinsatz Klettergebiet Borghausen

Erfolgreicher Arbeitseinsatz im Klettergebiet Borghausen in Zusammenarbeit der Sektion Siegen und Gummersbach

Leider mussten wir im  Monat August das Klettergebiet Borghausen für einige Wochen im Plattensektor sperren.
Trockenheit und Stürme sorgten dafür, dass ein Baum, dessen Wurzeln schon stark unterspült und verfault waren,
an der Felskannte von oben abbrach und in einem anderen Baum , der etwas weiter unten stand stürzte.
Nun hing Baum in Baum und versperrte mit seinem Astwerk die Klettertouren.
Der ganze Bereich war nicht bekletterbar und das Betreten des Sektors war auch nicht ungefährlich.
Es bot sich ein Bild der Verwüstung. Ebenso war der Zustieg zu den Plattenrouten zerstört.
Danke an dieser Stelle auch an Reinhold, der direkt den Schaden mit der Camara dokumentierte und mir zukommen ließ.

Es war eine Herausforderung die Bäume zu beseitigen.  Sieben tatkräftige Helfer waren im Einsatz.
Vor allen brauchten wir Fachkundige, die mit Motorsäge umgehen konnten.
Wir konnten Jan und Florian aus der Sektion Siegen gewinnen, die fachmännisch die Bäume zerlegten.
Jan, unser Baumpfleger (wie gut wenn man Profis in der Sektion hat) musste aus dem hängenden Seil
den gestürzten Baum zerkleinern und konnte sehr gut die Gefahren beurteilen. Alles war sehr aufregend.

Dank Florian haben wir jetzt zwei wunderbare Naturbänke. (Sehr kreativ) Das andere Holz wurde direkt für Stufen und zur Befestigung der Wege verwendet.
Dirk erneuerte alle Stufen im Überhangsektor, so dass  jeder wieder vernünftig stehen kann beim Sichern.
Mac und Kuddel machten sich an die Stufen beim Abstieg bzw. Zustieg.
Kuddel meinte, die neuen Stufen seien so schön, dass man eigentlich genauso viel Freude daran haben sollte, die Stufen hoch und runter zu laufen,
wie am Klettern. Das durfte ich direkt ausprobieren, da ich bestimmt 6x den Weg zum Auto hin und zurück gelaufen bin um Materialien hin und her zu schleppen.
Lucas war das Mädchen für alles, er sägte, putze, schleppte. Er war der Erste der mit mir da war und den Felskopf von kleineren Felsbrocken und Erde befreite und der letzte,
der nach Aufräumarbeiten um 21 Uhr den Fels verließ.

Da er aber noch nicht genug hatte reparierte er am nächsten Tag noch den Weg zum Plattensektor, der abgerutscht war. Echt starke Leistung.
Ich war sehr dankbar über alle Helfer und den gelungenen Arbeitseinsatz.

Schön, dass es Menschen wie Fritz Blach gibt, dessen Erbe man antreten darf. Bei den Arbeitseinsätzen unter seiner Leitung konnte ich mir viel abschauen und lernen.
Dabei habe ich ein Verständnis dafür bekommen, was es heißt  Felspatin zu sein. Es bedeutet nicht nur, dass man mal nach den Haken schaut.
Ich freue mich immer, wenn ich Kletterer dazu begeistern kann, selber ein Auge für den Erhalt unserer Kletterfelsen in der Regien, zu entwickeln.
Das kann bedeuten kleinere Mängel direkt zu beseitigen, wie z.B eine Stufe, die sich gelöst hat. Steine von der Wand mit zu entfernen, Müll einzusammeln,
Zustiege von Dornen zu befreien, Meldung zu erstatten, wenn sonst etwas nicht stimmt,  mit dem Besen über staubige oder verdreckte Routen zu fegen.
All das sind kleine Gelegenheiten nicht nur Kletterer an unseren schönen Felsen zu sein, sondern auch Teil einer funktionierenden Klettercommunity.

Deshalb auch noch mal die Bitte, haltet euch an die vorgeschriebenen Regeln. Parkt auf den ausgewiesenen Parkplatzen und denkt an das Rauchverbot im Wald!

Wir sind jedoch noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch viele Stufen. Der Weg von Oben nach unten ist lang und steil. Da freue ich mich auf tatfkräftige Unterstützung.
Meldet Euch, wenn ihr dabei sein wollt. Es finden auch immer wieder kleinere Arbeitseinsätze statt. Häufig auch während wir klettern.
Ja, man kann Beides wunderbar verbinden und ne Menge Spass haben.

 

König Ortler

König Ortler
seit Jahrhunderten zieht der höchste Berg Südtirols Bewohner und Bergsteiger in seinen Bann.

Schon der Beiname des 3905 Meter hohen, versteinerten Riesen zeigt die einzigartige Stellung des Königs der Ostalpen.
Auch uns reizte der Ortler. Wer will sich schließlich nicht mit einem König messen?
So planten wir dann unsere gemeinsame Tour über den Normalweg für Anfang Juli. Wir – das sind Jochen und Fabian – Vater und Sohn.

Nachdem wir uns im Vorjahr auf mehreren Gletschertouren herangetastet hatten, sollte es nun in diesem Jahr der König Ortler sein.
In der Vorbereitung kam uns Manni zur Hilfe.
Einen Tag vor unserer spontanen Abfahrt konnten wir uns in Gummersbach unkompliziert ein paar Steigeisen und einen Eispickel leihen.
Tipps und Ansporn gab es kostenlos obendrauf. Danke dafür an dieser Stelle.

Am Donnerstag, den 02. Juli fuhren wir früh morgens aus Wenden los und erreichten am späten Nachmittag Sulden.
Das Suldental ist vom höchsten Gebirgsmassiv Südtirols umschlossen.
So gibt es keinen Durchgangsverkehr in Sulden und das Dorf ist nicht touristisch überlaufen. Auch ohne Ortlerbesteigung bietet die Umgebung allerlei Sehenswertes.
Das hat auch die Bundeskanzlerin erkannt, die hier schon öfter ihre Sommerurlaube verbrachte.
Auch wir genießen die Wanderwege rund um Sulden und wandern zur Akklimatisierung rauf zur Kälberalm.
Dort treffen wir auf den Hüttenwirt. Da wir an dem Tag die einzigen Gäste sind, kommen wir in ein längeres Gespräch.
Wir sind fasziniert von seinem Leben als ehemaliger Hirte, der 3 Monate im Jahr auf 2250 Metern lebt.
Es sind auch diese Begegnungen, die einen Urlaub in den Bergen besonders machen.
Immer wieder nutzen wir die Gespräche mit Bergsteigern und Anwohnern, um Informationen zur aktuellen Schneelage zu erhalten.
Wir wissen, dass der Berg seit dem 26. Juni gespurt und der Schnee sehr fest und noch weitestgehend spaltenfrei ist.
Eine Tour in Zweierseilschaft ohne Bergführer über den Gletscher des Ortlers stellt eine alpine Herausforderung dar.
Daher war uns beiden klar, dass wir kein unkalkulierbares Risiko eingehen würden. Nur bei niedriger Spaltensturzgefahr, bestem Wetter und guter Verfassung würden wir den Gipfel in Angriff nehmen.

Am Samstag machten wir uns gegen Mittag über den Weg 4 für 1,5 Stunden auf zur Tabarettahütte.
Der dortige Klettersteig mit der Schlüsselstelle Gele Knott ist einer der schwierigsten in ganz Italien.
Mein Vater machte bereits vor Jahren Bekanntschaft mit ihm. Von der Tabarettahütte geht es in Serpentinen durch Wälder, Wiesen, Geröll und Steinfelder.
Auf dem Hinweg kommt mir der Weg wunderschön vor. Auf dem Rückweg sollte ich diesen Gedanken verfluchen.
Nach kurzer Rast auf der Tabarettahütte auf 2556 m geht es weiter durch felsige Wege Richtung Payerhütte, die wir nach einer Stunde und 15 Minuten erreichen.
Wie ein Adler hockt die Julius-Payer-Hütte auf 3029 m auf einem Bergkamm und schmiegt sich mit ihrer grauen Fassade an den Fels des Ortlers.
Frisch gezapftes Bier auf der Sonnenterrasse und ein herrlicher Ausblick über die Berge Tirols wecken in uns die Vorfreude auf den kommenden Morgen.

Abende auf den Berghütten haben etwas Besonderes an sich. Insbesondere die urige Payer-Hütte mit ihrem über 100 Jahre alten Gebälk versprüht ursprünglichen und kernigen Bergsteigercharme.
Nach einem reichhaltigen Abendessen und einigen Gesprächen ziehen wir uns zurück. Dank Corona haben wir ein Viererzimmer für uns zu zweit.
Abends hören wir noch gemütlich Hubert von Goisern und machen unseren Gurt fertig. Mit einem Bier genießen wir still den Sonnenuntergang.
Doch gänzlich unbeschwert ist es nicht. In innerer Einkehr macht sich jeder seine Gedanken und auch Sorgen.
Der Respekt vor König Ortler nimmt zu, je näher die Nachtruhe rückt. Die Nacht ist kurz und zum Frühstück wird es wuselig auf der Hütte.
Die konzentrierte und gespannte Stimmung vor dem Aufbruch ist spürbar. Es geht los. König Ortler bittet zum Tanz.

Um 04:30 brechen wir im Schein des Vollmondes auf in Richtung Gipfel. Hunderte Meter weiter sehen wir die kleinen Lichter der Kopflampen von vorausgehenden Gruppen.
Beim schweigsamen Gang am Fels entlang hört man nichts, außer das helle Klimpern der eigenen Karabiner und Achter am Gurt.
Je weiter wir kommen, desto häufiger beraten wir uns über den Weg. Sich hier zu versteigen kostet nicht nur Zeit, sondern vielmehr auch Kraft, die einem am Ende dann fehlt.

Nach 45 Minuten in angenehmer Kletterei bis zum maximal III Grad erreichen wir das Wandl. Eine durch eine Kette gesicherte Steilwand.
Hier hat man die Wahl zwischen speckigen oder brüchigen Griffen. Langsam aber sicher geht die Sonne auf und taucht den Fels in ein goldgelbes Licht.
Wir genießen den Ausblick und sammeln Eindrücke, die sich in Fotos kaum festhalten lassen. 1,5 Stunden nach dem Aufbruch gelangen wir an den großen Gletscher.
Der Berg verändert ständig sein Gesicht und verlangt vom Bergsteiger, dass er sich sowohl am Fels als auch am Gletscher sicher bewegen kann.
Die Kletterei ist für uns jedoch ab hier vorerst vorbei und damit auch der weniger anstrengende Teil.
Vor dem Gletscher seilen wir uns an. 18 Meter Seil zwischen uns mit mehreren Bremsknoten.
Jeder trägt noch gute 20 Meter Restseil bei sich im Rucksack für eine mögliche Spaltenbergung. Selbstrettung, lose Rolle und Gardaklemme haben wir in den letzten Wochen häufig geübt.
Doch was ist schon Üben gegen die harte Realität eines bis zu 40 Grad steilen Gletschers.

Auf dem weitläufigen Gletscherplateau werden die Beine immer schwerer. Schlappseil lässt sich nicht mehr vermeiden.
Die Sonne brennt und trotz Sonnencreme und Halstuch merke ich, wie mir der Stern auf die Pelle scheint.
Ich stelle fest, dass ich zu warm angezogen bin. Die Suppe tropft mir in die Gletscherbrille, sodass ich nur noch schwer sehen kann. Die Pausen werden häufiger und länger.
Jedes Mal, wenn ich beim gesenkten Blick sehe, wie sich das Seil wieder strafft, wird mir bitterlich klar, dass mein Vater wieder losgeht und die Pause schon wieder vorbei ist.
Wie eine niederschlesische Bergziege zieht er mich mit seinen 67 Jahren durch das schier unendliche Weiß. Meine Füße schmerzen und im Wechsel sind meine Waden und Oberschenkel entweder steinhart oder weich wie Pudding.
Ich habe Durst und merke, dass ein Liter Wasser für den Weg deutlich zu wenig war. Weit kann es aber nicht mehr sein, denn immer häufiger kommen uns nun Grüppchen von oben entgegen.
Nach 3 Stunden und 40 Minuten ist der Gipfel dann endlich erreicht. Ein paar Schnappschüsse und Blicke in die Weite später, sichern wir unsere Rucksäcke und setzen uns geschafft in die Nähe des Kreuzes.
Natürlich sind wir nicht alleine auf dem schmalen Gipfelgrat und so ganz will die Anspannung hier nicht fallen. Für gewöhnlich genießen wir Berggipfel ausgiebig und bleiben auch gerne länger, aber auf dem Ortler weht ein eisiger Wind bei unter 0 Grad.
Haben die Finger zuvor noch in den Gletscherhandschuhen geschwommen sind sie hier oben schnell bitter kalt. Wir nehmen etwas Proviant zu uns und brechen zügig wieder auf.
Soll das der Höhepunkt gewesen sein? War das jetzt der Anstrengung wert?  Wir gehen circa 50 Meter den Gipfel hinab. Ich rufe meinem Vater zu, er möge warten.
Diese 50 entspannten Meter, fernab vom belebten Gipfel lassen in uns beiden die gesamte Anspannung des Tages schwinden. Wir fallen uns in die Arme und drücken uns lange.
Nun fühlen wir uns gelöst Wir schauen uns um und sind euphorisiert von der Landschaft, von unserer Leistung und von dem gemeinsamen Erlebnis.
Das, was wir auf dem Gipfel noch nicht realisierten, bricht nun aus uns heraus. Ich atme tief ein und mir fällt kein anderer Begriff zur Beschreibung ein als pure Glückseligkeit.
Als wir weitergehen und endlich andere Muskelpartien beansprucht werden, rufe ich meinem Vater noch zu, dass ich so nun locker 4-5 Stunden weitergehen könnte.
Eine halbe Stunde später bereue ich diese Worte. Der Schnee ist pampiger geworden und macht das Gehen schwer, zudem riskieren andere Seilschaften ohne Steigeisen die anderen Gruppen, da sie immer wieder wegrutschen.
Der Weg zurück zieht sich und schnell ist man wieder im Durchhaltemodus. Schritt für Schritt geht es weiter. Langsam wird mir klar, dass der Abstieg insgesamt wohl so 7 Stunden dauern wird.
Am besten denkt man einfach nicht drüber nach. Je nach Schneelage ist es notwendig, dass man sich an mehreren Stellen abseilt.
An diesen Punkten kommt es regelmäßig zu Staus. Es sind sogar Menschen am Berg, die sich das erste mal in ihrem Leben abseilen (lassen).
Nach insgesamt 4 Stunden kommen wir wieder an der Payerhütte an. Wir senden erste Lebenszeichen in Richtung Sauerland und holen unseren Flüssigkeitsmangel wieder auf.
Beim Abstieg von der Payerhütte muss ich die Zähne zusammenbeißen. Blasen an den Füßen, Sonnenbrand, Zitternde Muskeln und Schmerzen im Rücken lassen mich daran zweifeln wie in Gottes Namen ich den Hinweg nur als landschaftlich schön empfinden konnte.
Mein Vater geht vor mir, da er meinen schmerzverzogenen Gang nicht mehr von hinten sehen könne. Nach fast 12 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir den Suldener Ortskern.
Noch nie habe ich eine abendliche Dusche so genossen und ich muss lange nachdenken, wann ich das letzte Mal in meinem Leben 13 Stunden am Stück geschlafen habe.
Die Anschlusstage verbringen wir im örtlichen Museum und den Gaststuben. Insbesondere die Geschichte des Ortler ist fesselnd und mit vielen schillernden Namen des Alpinismus verbunden.
Ein Besuch der örtlichen Museen lohnt sich. Es ist mir reichlich egal, dass ich am Folgetag wegen der Blasen mit Hausschuhen durch den Ort streife. Ich habe dem König getrotzt.
Besiegt wurde er von uns sicher nicht. Einen König Ortler besiegt man nicht, nur weil man ihn einmal bestiegen hat. Der Respekt vor dem Berg ist sogar noch größer geworden.
Aber auch der vor mir und der gegenüber meinem alten Herrn, der am Folgetag deutlich weniger jammert als ich es tue.
Wenige Tage später geht es für mich auf den Jakobsweg, während mein Vater für August eine Tour auf den Similaun plant.
Beides haben wir dann auch erfolgreich hinter uns gebracht und auch die nächsten Gipfel sind schon in Sicht.